72dinge – halbzeit

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Die hälfte der zeit meines projektes 72dinge ist abgelaufen – halbzeit!

Zeit mal zurückzublicken, mir gedanken zu machen, was hat funktioniert, was funktioniert nicht und warum? Zeit durchzuschnaufen und einen tee zu trinken.

Was hat nicht funktioniert?

Ganz klar: dinge, die eine regelmäßige routine erfordern, ich bin da einfach nicht besonders ausdauernd…leider. Als da wären zum beispiel: das tägliche oder regelmäßige malen von kleinen zentangles – die ersten wochen war ich sehr fleißig, hatte auch zeit eingeplant und tolle ideen – aber irgendwann hat es mich gelangweilt und mich angestrengt. Ich hatte keine ideen mehr und wusste nicht recht – wozu das ganze? Dann wurde mir klar, das ist ein pubkt meiner liste, den ich nicht durchhalten werde, weil er mir keinen spaß mehr macht – also schluss damit – und gut ist – ich setzt mich nicht selbst unter druck. Etwas anders ist es mit dem wöchentlichen rückblick gewesen. Ich hatte spaß dran zu schreiben und musste mich teilweise wirklich anstrengen, um nicht alles zu vergessen, was ich die woche über gemacht habe. Aber irgendwann hatte ich einfach zu wenig zeit – durch meine ba-arbeit, arbeit, den haushalt…alles. Und irgendwann habe ich es vergessen – und dann hatte ich keinen rechten elan mehr – uff.

Was hat funktioniert?

Ich bin dabei geblieben fleischlos zu leben – und mehr als glücklich damit – es war gar nicht schwer, ich vermisse es gar nicht, es ist nicht mal ein verzicht, da ich noch nie wirklich gerne fleisch gegessen habe.

Ein weiterer wichtiger punkt – ich habe das rauchen komplett aufgegeben.Ffrüher habe ich immer sehr viel auf partys gequalmt – gerne 2 schachteln und mehr an einem wochenende. Und jetzt? Jetzt bin ich endlich nicht mehr darauf angewiesen, ständig kippen da zu haben. Zu beginn war es schwer keine beschäftigung zu haben. Aber mittlerweile komme ich damit klar, eine situation zu erleben, ohne mich mit zigaretten ablenken zu müssen. Ein rieser schritt in richtung gesünder leben (:

Gleichzeitig habe ich übrigens facebook und viele seiten aus meiner Internet-routine gelöscht, die mich früher viel zeit gekostet haben, weil ich immer wieder sinnlos gesurft habe. Jetzt verbringe ich viel weniger zeit unnütz – denke weniger missgünstig oder neidisch an andere leute und kann mich besser auf mich selber konzentrieren.

Das thema ausmisten hat mehr sehr gepackt und ich konnte viel balast schon über bord „werfen“. Dabei habe ich mich erstmal auf materiellen balast beschränkt – dass es auch emotionalten balast zu tragen gibt, war mir vor 72dinge gar nicht bewusst und ist deshalb auch außenvor geblieben. Diese baustelle bearbeite ich sozusagen freiheraus.

Was noch zu tun ist:    

Vieles, um es mit einem wort zu sagen, denn es ist erst die hälfte der zeit um, aber ich hinke nicht hinterher (obwohl ich den november und dezember gar nichts gemacht habe außer gepaukt und geschrieben) aber das ist ok – die mühe hat sich gelohnt! Vor allem die großen projekte, wie die renovierungen stehen noch aus, aber ich habe den sommer über viel zeit und kann das dann in ruhe angehen. Auch für die DIY-projekte ist der sommer reserviert – ich freue mich schon sehr.

Was nehme ich mit in die zweite halbzeit?   

Mehr gelassenheit – den blick fürs wesentliche. Ich möchte einfach meinen weg mit euch teilen und selbst zurückschauen können. Sehen, was ich geschafft habe und aktiv reflektieren. Ziele, die nicht zu mir passen und wohl aus einer laune entstanden sind, kann und darf ich streichen – denn es geht nicht um die liste, sondern um mich, das habe ich jetzt gelernt.

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Hoppla, schon märz

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Der februar ist – das ist nichts neues – mal wieder erstaunlich kurz gewesen – und leider auch erstaunlich schlecht gelaufen, was meine februar-aufgaben angeht. Denn ich konnte mein studium noch nicht abschließen, die letzte prüfung musste verschoben werden – und ist erst mitte märz, das hat meinen kompletten plan einfach zunichte gemacht….-grummel-

Ich habe die entsprechenden aufgaben einfach die letzten tage nachgeholt und damit dann doch noch alles geschafft, was mir momentan wichtig war:

  • [bachelor abschließen] – auf märz verschoben
  • einen monat nichts kaufen
  • einen monat nicht schminken
  • kabuff ausmisten und neu sortieren
  • für das kabuff kästen zum ordnen anschaffen

 

Einen monat nichts zu kaufen hatte ich mir ehrlich gesagt leichter vorgestellt – es war wirklich hart und ich bin schwach geworden – ich habe mir eine nähmaschine gekauft. Die ist wirklich super und ich habe auch schon mein erstes projekt in angriff genommen – sowie den duschvorhang gekürzt! Jedoch bin ich gescheitert – vielleicht wird der märz da besser – ich verlängere einfach einen monat – denn bis jetzt habe ich diesen monat nichts gekauft – außer lebensmittel. Sich nicht zu schminken war dagegen sehr leicht für mich – ich habe komplett verzichtet und meine haut dankt es mir.Das kabuff habe ich heute ausgeräumt, geputzt, ausgemistet und wieder ordentlich eingeräumt. Anstatt jedoch neue kartons zu anzuschaffen, habe ich alte kartons, die hier noch etwas unnütz rumstanden einfach dafür genommen und es passt perfekt. Also gleich zwei fliegen mit einer klappe geschlagen 😉

Und weil ich noch nicht genug rumgeräumt hatte, haben herr kater und ich auch noch gleich den balkon frühlingstauglich gemacht und die balkonmöbel aus dem keller geholt, geputzt, die alten blumenkästen gereinigt, den nistkasten meisentauglich gemacht und den boden geschrubbt. Alles in allem ein sehr produktiver Sonntag!

Minimalismus aus der Not heraus?

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Die fastenzeit ist gekommen und viele nehmen sich in dieser zeit vor, auf etwas zu verzichten, sei es alkohol, sußigkeiten, fernsehen oder das auto. Eine begrenzte zeit auf schöne dinge zu verzichten mag ungewohnt sein, ist aber nicht schwer, weil absehbar.

Doch was ist, wenn man immer verzichten muss, weil man sonst einfach nicht über die runden kommt? Verzicht auf urlaub, ein eigenes auto, und teures parfum – okay das ist zugegebenermaßen irgendwie schon luxus. Was ist aber wenn der verzicht noch weiter geht, und man darauf verzichten muss adäquat zu heizen, nachilfe zu nehmen, sport in einem verein zu treiben oder bio/fairtrade einzukaufen? Ist das verzicht? Oder ist das schon armut?

In den letzten monaten habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie schön sparsam so ein minimalistisches leben eingentlich ist. Doch eigentlich ging es mir unterbewusst immer um etwas anderes. Ich konnte gar nicht anders, als sparsam zu sein. Deshalb mache ich aus der not eine tugend – und wachse an den widrigen umständen. Anstatt also einfach immer das billigste zu kaufen, habe ich mittlerweile angefangen vieles selbst zu machen, was zum größten teil wirklich kostengünstiger ist und gleichzeitig zum kreativ sein und umdenken anspornt. Ich freue mich wirklich jedes mal, wenn ich mein selbst gemachtes waschmittel aus dem schrank hole.

Oft lese ich auf blogs von minimalisten oder themenverwandten blogs, dass es leicht ist zu verzichten, wenn man die wahl hat, nicht aber wenn man gezwungen ist, nur das nötigste zum leben zu haben. Wie siehst du das? Ist verzicht leichter, wenn man freiwillig verzichtet?