Erste Schritte im Badezimmer

2015-04-22 13.19.25 ww

Einer der für mich in sachen minimalismus wichtigste Punkt von 72dinge war für mich das plastikfreie badezimmer. Daran arbeite ich mich mittlerweile in gedanken und taten schon seit knapp einem jahr ab. Drauf gekommen bin über eine gänzlich andere schiene – körperpflege. Ich war auf der suche nach ganzheitlicher, natürlicher pflege für mein mittellanges haar. Bis dahin hatte ich immer billiges shampoo aus dem discounter benutzt, das voller parabene, silikone und wahrscheinlich noch zig anderen unguten inhaltsstoffen war. Mein haar sah auch irgendwie nie so richtig gepflegt aus. Zuerst dachte ich: Klar, dass liegt bestimmt daran, dass ich ein billiges no-name-produkt nutze. Ich fing an mich über alle möglichen shampoos, spülungen, kuren, sprays und öle zu informieren (und leider auch zu kaufen). Nach ein paar monaten und vielen enttäuschungen, stieß ich dann irgendwann auf das waschen mit lavaerde. Über umwege kam dann über kurz oder lang auf verschiednenen blogs und seiten immerwieder das thema plastikfreie verpackung von lavaerde und seife und natron usw. auf.

In meinem kopf begann sich also die vorstellung von natürlicher körper- und haarpflege ganz nah an der natur (und plastikfrei) zu formieren. Ich träumte von tollen holzbürsten und duftenden, selbstgesiedeten seifen und naturschwämmen. Ich neige wohl leicht zur übertreibung …

Wie auch immer, seit ca. einem jahr stehen bei mir schon keine plastik-verpackte shammpoos und duschgels herum, sondern schöne (gekaufte, aber verpackungsfreie seifen) herum. Mein Bad hat für besucher wahrscheinlich wirklich schon ein minimalistischen ökotouch. Wenn ich in fremde bäder gehe, bin ich immer regelrecht von der flut aus produkten erschlagen.

Auch im badezimmerschrank hat sich schon einiges getan. Viele meiner ehemaligen kosmetikartikel sind verschenkt, weggeworfen und aufgebraucht worden und verstopfen jetzt nicht mehr das schränkchen. Wattepads, die ich sowieso nur sehr selten gebraucht habe, da ich mich wenig schminke, konnten durch baumwollpads ersetzt werden, die ich auch zum auftragen von öl in gesicht und körper verwende.

Mülltechnisch hat sich auch einiges getan: Ich habe früher alles immer mit Küchentüchern zum Wegwerfen geputzt – ich weiß auch nicht wie ich mir das angewöhnen konnte, aber es war eifach und sauber und ich machte mir keine gedanken. Jetzt habe ich putzlappen angeschafft, mit farbcode, damit ich nicht die gleichen für Toilette und Spiegel oä. verwende. Alles in allem, putze ich jetzt auch hauptsächlich mit essig und reiner zironensäure. Noch sind nicht alle alten Putzmittel aufgebraucht, aber die arbeite mich durch und überlege mir eine alternative, wenn es soweit ist.

Auch den Müll der ja bei den meisten Frauen monatlich durch tampons und wegwerfbinden anfällt, konnte ich reduzieren, durch die anschaffung einer MeLuna und einem levantinerschwämmchen. Auch hier ist erstmal die devise: Alle alten monatshygiene artikel aufbrauchen – wobei ich mich schon jetzt nicht mehr von der MeLuna trennen möchte. (An dieser Stelle: Ich mache keine Werbung für dieses Produkt, und werde auch nicht von MeLuna dafür bezahlt oä.)

An dieser Stelle ist vielleicht interessant, was ich jetzt nicht mehr alles kaufen muss:

  • duschgel
  • shampoo
  • spülung
  • deo in dosen (ersetzt durch deocreme)
  • küchentücher
  • tampons
  • kuhtips
  • wattepads
  • badezimmer-reiniger
  • kalklöser

Was ich immernoch kaufen muss, da ich mich noch nicht um alternativen gekümmert habe:

  • plastikzahnbürsten
  • zahnpasta
  • toilettenreiniger
  • toilettenpapier (das wird wohl aber auch so bleiben, da möchte ich bei bleiben)
  • katzenstreu (wobei das ja eigentlich plastikfrei ist)

Beide listen sind bestimmt noch erweiterbar, mir fällt aber grade nichts mehr ein…

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