Monat: Februar 2015

Minimalismus aus der Not heraus?

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Die fastenzeit ist gekommen und viele nehmen sich in dieser zeit vor, auf etwas zu verzichten, sei es alkohol, sußigkeiten, fernsehen oder das auto. Eine begrenzte zeit auf schöne dinge zu verzichten mag ungewohnt sein, ist aber nicht schwer, weil absehbar.

Doch was ist, wenn man immer verzichten muss, weil man sonst einfach nicht über die runden kommt? Verzicht auf urlaub, ein eigenes auto, und teures parfum – okay das ist zugegebenermaßen irgendwie schon luxus. Was ist aber wenn der verzicht noch weiter geht, und man darauf verzichten muss adäquat zu heizen, nachilfe zu nehmen, sport in einem verein zu treiben oder bio/fairtrade einzukaufen? Ist das verzicht? Oder ist das schon armut?

In den letzten monaten habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie schön sparsam so ein minimalistisches leben eingentlich ist. Doch eigentlich ging es mir unterbewusst immer um etwas anderes. Ich konnte gar nicht anders, als sparsam zu sein. Deshalb mache ich aus der not eine tugend – und wachse an den widrigen umständen. Anstatt also einfach immer das billigste zu kaufen, habe ich mittlerweile angefangen vieles selbst zu machen, was zum größten teil wirklich kostengünstiger ist und gleichzeitig zum kreativ sein und umdenken anspornt. Ich freue mich wirklich jedes mal, wenn ich mein selbst gemachtes waschmittel aus dem schrank hole.

Oft lese ich auf blogs von minimalisten oder themenverwandten blogs, dass es leicht ist zu verzichten, wenn man die wahl hat, nicht aber wenn man gezwungen ist, nur das nötigste zum leben zu haben. Wie siehst du das? Ist verzicht leichter, wenn man freiwillig verzichtet?

 

 

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Ferzicht-Februar

Okay, der titel, ist orthografisch eine katastrophe, aber lassen wir das mal so stehen. Ich möchte in diesem monat nichts kaufen, was ich nicht tatsächlich brauche – schön und gut, ich brauchte aber seife, und war also in der drogerie und da sah ich sie.

Ich meine natürlich eine super-tolle-mega-schöne rückenschrubber-bürste, wie ich sie schon länger haben will. Ich nahm sie in die hand und spürte das glatt polierte holz und die feinen naturborsten, dann fiel mir ein – stopp – du wolltest nichts kaufen!

Ich glaube, diese erfahrung heute hat mir grade die augen geöffnet, wie selbstverständlich es ist, einfach schnell etwas zu kaufen – ohne diesen kaufimpuls wirklich wahrzunehmen und zu hinterfragen. Ich habe die bürste nicht gekauft, sondern habe schnell die seife genommen und bin dann heim geradelt. Zuhause habe ich mir stattdessen gedanken gemacht, wie ich mir sonst den rücken in der wanne schrubben kann. Folgendes ist dabei herausgekommen:

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Ja, ein pfannenwender und ein waschlappen. Den rest kann man sich denken. Funktioniert hat es so lala – ich werde die technik wohl noch verfeinern müssen.

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Ich weiß, hier hat sich lange nichts getan – schuld war die bachelor-arbeit, die mich doch sehr in atem gehalten hat. Aber nun ist die arbeit fertig und ich bin wieder frei (:

Sprich, ich hab wieder zeit mich um 72dinge zu kümmern! Ich war in den letzten zwei monaten nicht sehr fleißig, habe aber doch den einen oder anderen punkt abhaken können. Ende 2014 sind herr kater und ich sehr spontan nach amsterdam gefahren – endlich eine kleine städtereise, sowas wollte ich schon lange machen, und es war wunderbar! Die küche haben wir auch gemeinsam ausgemistet, das hat – unerwarteterweise – gar nicht so lange gedauert, und jetzt ist es schön ordentlich. In den letzten tagen haben wir einen schönen esstisch bei stilbruch gekauft und auch stühle, die essecke ist also schon fertig. Im märz machen wir uns dann daran endlich das wohnzimmer zu renovieren. Dazu dann aber später mehr.

Eben gerade habe ich spontan ein schönes rezept für geschirrspülmittel gefunden und auch gleich in die tat umgesetzt, da ich glücklicherweise alles daheim hatte – hat also nur 2 minuten gedauert.

Der februar bietet sich also für mich als eine art neustart, hier auch endlich wieder tätig zu werden. Daher habe ich mir für den februar folgende punkte ausgesucht:

  • bachelor abschließen
  • einen monat nichts kaufen
  • einen monat nicht schminken
  • kabuff ausmisten und neu sortieren
  • für das kabuff kästen zum ordnen anschaffen

Mein kabuff hat sich irgendwie, ich weiß auch nicht wie es dazu kam, in ein monster für unliebsames, überflüssiges und sperriges verwandelt. Mittlerweile mag ich kaum noch die tür aufmachen – und schleuder einfach nur alles wahllos in die regalböden. Es muss also etwas passieren – ein feuer scheint etwas drastisch zu sein – daher wird klassisch einfach entmüllt und neu sortiert.

Zum thema nicht schminken: ich merke einfach immer wieder, dass es meiner haut viel besser geht, wenn ich die finger von allem lasse – also wird den februar über auf jedliche dekorative kosmetik verzichtet.

Der konsumverzicht hat ähnliche motive die der kosmetikverzicht – meinem geldbeutel geht es einfach viel besser, wenn nicht ständig neukäufe dazwischen kommen…Zumal ja auch im märz dann renoviert werden soll.

Wir werden sehen (: