Monat: November 2014

Waschen ohne Waschmittel Teil 3 – Kernseife und Waschsoda

2014-11-27 17.55.52

Im zuge meines selbstversuchs ohne konventionelles waschmittel zu leben, probiere ich, selbst waschmittel herzustellen oder versuche alternativ mit pflanzen zu waschen. Die letzten versuche meinerseits alternativ zu waschen waren nicht besonders von erfolg gekrönt gewesen und meine wäsche hat angefangen zu müffeln und wurde nicht mehr wirklich schön.Das kam erst nach einiger zeit, ich denke die waschaktiven substanzen der pflanzen haben nicht ausgereicht, um alles sauber zu bekommen.

Ein besseres waschmittel musste also her, denn stinken möchte ich nicht so gerne. Also habe ich mich schlau gemacht und war einkaufen. Diesmal habe ich mich an etwas neuem versucht: mein eigenes waschmittel herstellen. Mir war vor allem wichtig, dass ich nur wenige zutaten brauche und es funktioniert. Sehr spontan habe ich dann dieses sehr einfache rezept umgesetzt und gestern ausprobiert. Das waschmittel ist sehr geleeartig geworden und ich werde nochmal einen schuss heißen wasser raufkippen, damit es etwas flüssiger wird. Das waschergebnis hat mich angesprochen, ich denke aber, dass ich mit den verschiedenen dosierungen noch etwas herumexperimentieren werde.

Weichspüler benutze ich auch nicht mehr, stattdessen verwende ich eine kappe essig, das macht die wäsche schön weich, entkalkt die maschine, ist besser für die umwelt und sehr günstig. Was auch sehr gut funktioniert ist folgendes:

auf einen liter kaltes wasser etwa 60 gramm reine zitronensäure geben und dazu, nach belieben ein ätherisches öl (ich hatte grade nur bergamotte, zirone oder lemongrass wären wohl besser gewesen ^^)

 

 

Advertisements

Über loslassen und loswerden

2014-10-05 15.55.47

Eigentlich sagt der titel schon alles. Es gibt dinge, die muss man loslassen. Das fällt oft nicht leicht, weil man sein herz bekanntlich an die dinge hängt, und dann kommen noch gedanken dazu à la: ‚Das werde ich sicherlich irgendwann nochmal brauchen.‘ ‚Ich habe so viel geld damals dafür bezahlt, ich kann das jetzt nicht einfach so loslassen.‘ ‚Sieht doch eigentlich gut aus..‘ Und so weiter…

Und dann gibt es die dinge, die man einfach nur loswerden will. Die stehen schon lange im schrank; wir wissen, dass sie da sind und wir wollen sie nicht mehr. Wir wissen auch, dass es nicht besonders schwer wird, diese dinge loszulassen. Nur: Wohin damit? Besonders schwer ist, das ding loszuwerden.

Beispielsweise: Ich habe im oktober meinen bücherschrank entrümpelt und viele (28 !) bücher in die theoretische freiheit (einen karton) entlassen. Emotional hatte ich mich davon gelöst. Das problem war eher die materielle ablösung dieser bücher aus meinem leben. Ich denke, dass man bücher auf keinen fall in die mülltonne werfen sollte, daher hatte ich mich entschieden, die bücher (alle im neuwertigen zustand, ich bin da sehr pfleglich) an die örtliche bücherhalle zu spenden. Ich schrieb also eine nette mail an die zuständigen: sie wollten die bücher nicht. Ok, auch gut, dann verkaufe ich sie halt über ein gäniges portal im netz. Ich wäre fast vom stuhl gefallen. Für alle bücher wurden preise im zweistelligen CENTbereich angeboten. Natürlich werden die bücher dann mit gewaltigen gewinn weiterverkauft. Dazu war ich nicht bereit, meine bücher so wertlos zu verramschen. Also stellte ich kurzerhand meine bücher auf einer allseits belieten online-auktionsseite ein und wartete. Und wartete sehr lange. Endergebnis: Einige wenige bücher haben jetzt ein neues zu hause und werden hoffentlich nochmal gelesen. Aber es kostete sehr viel zeit, die bücher zu fotografieren, zu beschreiben, einzustellen, das auktionsende abzuwarten und zur post zu bringen und so weiter. ich wollte doch eingentlich meinen besitz verringern, um meine zeit nicht mehr unnütz zu verschwenden.

Ich war also etwas frustriert. Einige zeit habe ich hin und her überlegt, was zu tun ist. Schlussendlich habe mich entschieden mir überhaupt keine mühe, und anderen eine freude zu machen.

2014-11-03 19.46.00

Dieser korb steht jetzt also in unregelmäßigen abständen an der straße, wo ich ihn einige stunden unbeaufsichtigt stehen lasse und dann wieder hole. Beim ersten versuch waren alle bücher bis auf eines verschwunden! Wunder-bar!